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Turmfalken im Aufwind -


Die Ansiedlung der Volmarsteiner Kirchfalken - ist gelungen!

Nach der Nistkastenannahme Ende Mai 2019 wurden 5 Eier gelegt, und Ende Juni eroberten 4 Jungfalken den Volmarsteiner Luftraum.

Ich habe viele interessante Stunden mit der Beobachtung und Bilderstellung im Altarhof zugebracht und nebenbei noch nette Mitbürger kennengelernt. Man kann sagen, alle Anwohner und die Vogelwelt haben sich mit den Neuansiedlern arrangiert. Das ging soweit, dass mit den schon länger dort lebenden Kirchtauben quasi ein „Nichtangriffspakt“ geschlossen wurde; sie zeigten keinerlei Scheu vor den Falken. Allerdings wurde es bei der ansässigen Kleinvogelschar immer still, wenn die Falken im Anflug waren. Dann wusste man als Beobachter: „Er“ sitzt jetzt irgendwo im Baum. Aber normalerweise stehen nur Mäuse auf dem Speiseplan der Turmfalken. Interessant war auch das Verhalten des Männchens während des Brütens: Er wurde sehr scheu, um das Nest nicht zu verraten.

Die Bewachung des Nestes durch das Männchen war übrigens sehr intensiv: Man hörte und sah nichts von ihm, aber wehe, wenn eine von den ansässigen Tauben zu aufdringlich wurde, dann schoss er wie ein Pfeil aus einem der umliegenden Bäume heraus und vertrieb die stark erschrockene Taube.

So gegen Mitte Juni erfolgte der Schlupf der Jungen. Bis Ende Juni wurde im Nest gefüttert, und dann begannen die ersten Außenerkundungen der Jungfalken. Wie so alles im Leben gibt es auch mal Abstürze beim Großwerden, z.B. musste ein Jungvögel im Kirchenbereich notlanden und kam nicht wieder in die Höhe. Ein aufmerksamer Anwohner bemerkte dies und holte Hilfe. Nun wurde der Jungfalke aufgenommen, und – siehe da - nach einer Bedenkzeit flatterte er aus den Armen des Retters auf einen kirchnahen Baum und war in Sicherheit.

Auch die anderen Jungfalken schlitterten und rutschten über das Schieferdach bis an die Schneelawinengitter, um von dort wieder neu zu starten. Kurzum: Der Start in die traumhafte vollendete Fliegerei eines Falken war etwas holperig.

So Mitte Juli ging es langsam in die Fremde für die Jungvögel. Die beiden Altvögel waren noch bis Anfang August vor Ort und segelten bei schönem Wetter und Aufwind im oberen Bereich der Bachstraße über dem Dorf und genossen nach ihrer Elternzeit wieder ihre Zweisamkeit.

Ich freue mich schon auf neue Erlebnisse im Jahr 2020; denn Turmfalken sollen nesttreu sein.

Text und Foto: Gerhard Vorberg


Der Umweltausschuss informiert

Mehrweg schützt das Klima!

Im Juni fand in Dortmund der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag statt - auch unter Beteiligung zahlreicher Mitglieder unserer Gemeinde. Neben Glaubensthemen fanden die aktuellen Fragen unserer Zeit ihren Platz. Dazu gehört u.a. auch die Müllproblematik: Plastikmüll ist inzwischen zu einem der größten Umweltprobleme geworden.

Eines der Leitbilder des Kirchentages lautet seit vielen Jahren: Unterstützung einer nachhaltigen, dauerhaften und umweltgerechten Entwicklung.

 

Durch ein ganzheitliches Konzept in den Bereichen Verkehr, Energie und Ressourcen versuchen wir, das Klima zu schützen und die Auswirkungen auf die Umwelt immer weiter zu verringern. Ein wichtiger Bestandteil unserer Großveranstaltung ist der konsequente Einsatz von Mehrweggeschirr und Mehrwegflaschen zur Verpflegung unserer Helfer und Gäste. Das schnelle Konsumieren und Wegwerfen von Dingen entspricht nicht unseren Werten. Durch Wiederverwendung statt ständiger Neuproduktion von Wegwerfverpackungen und -produkten werden Ressourcen geschont und das Klima geschützt.“, so E.E. Nottelmann vom Leitungsteam.

Schon für den Eröffnungsabend, bei dem etwa 200 000 Menschen versorgt werden mussten, hießen die Vorgaben: kein Wegwerfgeschirr, kein Plastikbesteck, keine Einwegflaschen. Stattdessen gab es ein gutorganisiertes Verleih- und Rückgabesystem. Und das alles hat hervorragend funktioniert.

Der Kirchentag hat gezeigt, dass es bei Großveranstaltungen möglich ist, Tausende von Helfern und Gästen umweltfreundlich zu versorgen. Dem Leitungsteam wurde beim Kirchentag für seine Anstrengungen eine Auszeichnung der Deutschen Umwelthilfe verliehen.

Mit diesem guten Beispiel werden Gemeinden aufgefordert, ebenfalls bei ihren Veranstaltungen zum Klimaschutz beizutragen, indem sie auf Pappteller, Plastikbesteck, Wegwerfbecher verzichten und auch mit anderen Aktionen zur Müllvermeidung beitragen. Was bei Großveranstaltungen klappt, sollte auch bei Gemeindefesten und kleinen Grillpartys möglich sein, denn Mehrweg ist Klimaschutz – und dabei kann jede*r mitmachen!

Die Evangelische Stiftung Volmarstein hat diesen Weg bereits beim letzten Weihnachtsmarkt beschritten: Durch die Anschaffung von Mehrweggeschirr konnten mehr als 2 t Müll vermieden werden.

Übrigens: Die ESV verleiht kostengünstig Mehrweggeschirr.

Elisabeth Hämer